Die vorliegende Publikation dokumentiert die mehrjährige Entwicklung und schrittweise Einführung einer harmonisierten Kosten- und Leistungsrechnung an den universitären Hochschulen der Schweiz. Ausgangspunkt der Untersuchung war der zunehmende Bedarf an betriebswirtschaftlicher Transparenz und zwischenuniversitärer Vergleichbarkeit, der durch neue kantonale Vereinbarungen sowie die Grundsätze des New Public Management initiiert wurde.
Im Zentrum der Arbeit steht die Konzeption eines einheitlichen Kostenrechnungsmodells, das die klassischen Ebenen der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung auf den universitären Kontext überträgt. Eine besondere methodische Herausforderung stellt dabei die Abgrenzung der eng verknüpften Bereiche Lehre und Forschung dar. Zur Lösung dieser Problematik wird ein Modell vorgestellt, das auf der retrospektiven Schätzung von Tätigkeitsanteilen basiert und durch eine Leistungstransfermatrix ergänzt wird, um die Kostenströme zwischen den Fachbereichen präzise abzubilden.
Die Ergebnisse umfassen konsolidierte Daten aus der Pilotphase sowie erste vergleichende Analysen der Rechnungsjahre 2003 bis 2006. Anhand zentraler Indikatoren, wie den Jahreskosten pro Studierendem, werden Unterschiede zwischen Institutionen und Fachrichtungen aufgezeigt. Eine integrierte externe Evaluation bescheinigt dem Modell eine hohe theoretische Konsistenz und praktische Relevanz, identifiziert jedoch gleichzeitig notwendige Harmonisierungsschritte bei der Datenerhebung. Die Publikation schliesst mit Empfehlungen zur methodischen Verfeinerung und betont die Bedeutung der gewonnenen Erkenntnisse für die künftige leistungsorientierte Finanzierung und strategische Steuerung des schweizerischen Hochschulraums.