Die vorliegende Arbeit untersucht Leistungsvereinbarungen des Kantons Zürich mit privaten Dritten in den Bereichen Berufsbildung und Sport im Kontext der wirkungsorientierten Verwaltungsführung. Ziel der Untersuchung ist es, die bestehende kantonale Praxis mit dem aktuellen wissenschaftlichen Stand des New Public Management sowie den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen abzugleichen. Als methodische Grundlage dient eine umfassende Dokumentenanalyse relevanter Literatur und Rechtsgrundlagen, die den Ist-Zustand konkreter Vertragsverhältnisse kritisch beleuchtet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele der untersuchten Vereinbarungen eher pragmatisch gewachsen sind und zentrale Steuerungselemente moderner Verwaltungswissenschaft vermissen lassen. Insbesondere fehlen oft präzise Wirkungsziele sowie systematische Controlling-Instrumente, während die rechtliche Basis für die Aufgabenübertragung teilweise lückenhaft erscheint. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass für eine erfolgreiche Steuerung ein konsequenter Wechsel von einer ressourcenorientierten hin zu einer leistungs- und wirkungsbezogenen Finanzierung sowie eine klare formale Strukturierung der Verträge notwendig sind. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickeln die Autoren praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die Neugestaltung der Vereinbarungen in der Berufsbildung sowie einen konkreten Vertragsentwurf für die kantonale Sportförderung. Damit leistet die Publikation einen Beitrag zur Professionalisierung der Zusammenarbeit zwischen Staat und Privaten bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben.