Die vorliegende Studie untersucht die Verankerung von Elementen des New Public Management in der schweizerischen Bundesgesetzgebung. Im Zentrum steht die Frage, in welcher Form und Intensität diese Prinzipien Eingang in die Rechtstexte der nach dem FLAG-Modell geführten Verwaltungseinheiten sowie in allgemeine Querschnittserlasse gefunden haben. Methodisch basiert die Arbeit auf einer kombinierten quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse von über 190 Erlassen auf Verfassungs-, Gesetzes- und Verordnungsebene. Dabei wurde mithilfe eines definierten Schlagwortkatalogs die Präsenz von sechs zentralen Elementen wie Wirkungs- und Effizienzorientierung, Globalbudget und Leistungsauftrag überprüft. Die Ergebnisse zeichnen ein uneinheitliches Bild der Umsetzung. Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Grösse einer Verwaltungseinheit oder der Dauer ihres Status als FLAG-Amt und der Dichte an entsprechenden Elementen in der jeweiligen Gesetzgebung nachgewiesen werden. Ein zentraler Befund ist, dass abstrakte Zielsetzungen und die Ergebnisorientierung in den Rechtstexten deutlich überwiegen, während die technischen Steuerungsinstrumente, wie etwa das Globalbudget oder der integrierte Aufgaben- und Finanzplan, in der Sacherlassgesetzgebung untervertreten sind. Dies lässt darauf schliessen, dass der Gesetzgeber primär den strategischen Rahmen vorgibt, die konkrete instrumentelle Ausgestaltung jedoch weitgehend der operativen Ebene überlässt. Die Arbeit identifiziert somit eine Diskrepanz zwischen der politischen Zielformulierung und der rechtlichen Kodifizierung spezifischer Managementinstrumente und liefert eine empirische Basis für weiterführende Untersuchungen zur Ursache dieser differenzierten Umsetzungsmuster in der Bundesverwaltung.