Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturen der Zürcher Volksschulverwaltung vor dem Hintergrund aktueller Reformbemühungen und politischer Herausforderungen. Ausgangspunkt ist die Diskrepanz zwischen der Schaffung teilautonomer Schuleinheiten und der fortbestehenden Milizorganisation der Aufsichtsbehörden, was zu Defiziten in der operativen Führung führen kann. Mittels eines deduktiven Ansatzes, der Managementtheorien wie das St. Galler Schulmodell und den IOP-Führungsansatz integriert, entwickelt der Autor ein alternatives Organisationsmodell für die Stadt Zürich. Zentrales Ergebnis ist der Entwurf einer professionalisierten Linienorganisation, die eine vollständige Integration der Schulverwaltung in die allgemeine kommunale Verwaltungsstruktur vorsieht. Dabei werden die vom Volk gewählten Kreisschulpräsidien durch angestellte, weisungsgebundene Schulkreisleitungen ersetzt und die betriebliche Führung konsequent von der politischen Steuerung entflochten. Die Untersuchung zeigt auf, dass diese Struktur die Führbarkeit, Innovationsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Schulsystems steigert, während gleichzeitig die personellen Kompetenzen der Schulleitungen vor Ort gestärkt werden. Abschliessend wird die politische Umsetzbarkeit bewertet, wobei der Autor trotz nachgewiesener Vorteile auf erhebliche Widerstände aufgrund der starken traditionellen Verankerung des Milizsystems hinweist. Das Modell bietet somit einen praxisorientierten Rahmen für eine effektivere und effizientere Schulführung in grösseren Einheitsgemeinden.